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Berichte über Veranstaltungen 2026

Interessanter Begegnungsabend der FRAUNHOFER-Freunde in Altrandsberg
Mitglied Fritz Albrecht stellte seine renommierte Kunstgießerei ARA KUNST vor

Der Name Fritz Albrecht steht für unternehmerische Passion, großes Interesse an Kunst, Akribie, Vision und Innovation sowie handwerkliches Können – und das bereits in der dritten Generation, wovon sich rund 40 Freundinnen und Freunde des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums mit Angehörigen und Freunden beim Begegnungsabend am 6. Mai in der europaweit bekannten Kunstgießerei ARA KUNST in Altrandsberg überzeugen konnten.

Fritz Albrecht begrüßt die FRAUNHOFER-Freunde ...
Fritz Albrecht begrüßt die FRAUNHOFER-Freunde ...
... im Showroom ...
... im Showroom ...
... seines Unternehmens ...
... seines Unternehmens ...
... ARA KUNST.
... ARA KUNST.

Unternehmer Fritz Albrecht, Fraunhofer-Absolvent und langjähriges Mitglied bei den FRAUNHOFER-Freunden, erzählte nach einer Begrüßung durch Ersten Vorsitzenden StD a. D. Christian Nowotny, zunächst aus der Firmengeschichte der ARA KUNST, die 1920 begann, als Großvater Fritz Albrecht und seine Frau Elsa aus Berlin in Altrandsberg (im Bayerwald war die Luft besser) zunächst die Firma ARA-Quarzitwerke gründeten, die Belagplatten produzierten, mit denen z. B. der Flughafen Berlin-Tegel ausgelegt wurde.

Sohn Fritz Albrecht, promovierter Geologe und wie seine Eltern sehr kunstinteressiert, leidenschaftlicher und akribischer Sammler und Kenner kunstgeschichtlicher Objekte, Zeichnungen etc., entwickelte die Firma weiter und fand durch die Entdeckung des Werkstoffs Silikon sowie sein Netzwerk zu berühmten Museen wie z. B. das Kunsthistorische Museum in Wien den Weg, historische Objekte exakt abzuformen und so Museums-Replikate perfekt herzustellen. 1966 gründete er die Kunstwerkstatt ARA KUNST und begann u. a. mit „Lehrkoffern“ für Schulen, in denen Grabbeigaben aus altägyptischer Zeit wie Schmuck, Amulette, Uschebtis etc. auch ohne den Besuch von Museen erlebbar waren.

Akribisch geführte Aufzeichnungen von Dr. Fritz Albrecht sen.
Akribisch geführte Aufzeichnungen von Dr. Fritz Albrecht sen.
Anschauungs-Koffer für Schulen mit altägyptischen Grabbeigaben
Anschauungs-Koffer für Schulen mit altägyptischen Grabbeigaben

Als der derzeitige Firmeninhaber Fritz Albrecht, von Kindheit an kunstaffin wie sein Vater, nach seinem Wirtschaftsstudium in den USA 1976 in die Firma einstieg, brachte er neue Ideen mit, führte neue Techniken ein, entwickelte spezielle Werkzeuge und bereitete so den Weg zur Herstellung von Schmuck und Bronzeguss.

Ein großer Sprung vorwärts war das Interesse von Bücher Büchner aus Hannover, ursprünglich eine Versandbuchhandlung, an der Kunstgießerei aus dem Bayerischen Wald. Sie hatten die ARA KUNST 1975 entdeckt und aus dem existierenden Sortiment an Museumsobjekten einige auf Beilage-Faltblättern beworben. Damit waren sie schnell so erfolgreich, dass sie eine eigenständige Firma namens "ars mundi" gründeten - ARA KUNST war praktisch der Zündfunke für "ars mundi". Deren Kerngeschäft waren zuerst die bei ARA KUNST hergestellten Museums-Replikate, danach entwickelte sich eine fruchtbare, beidseitig engagierte Eigendynamik, sodass die museale Sammlung wuchs und schließlich auch über weitere Kunstverleger, z. B. aus Bremen, Bonn, Frankfurt oder Berlin, vertrieben wurde. 

Die Aufnahme der ARA KUNST in den "ars mundi"-Katalog ...
Die Aufnahme der ARA KUNST in den "ars mundi"-Katalog ...
... war ein wichtiger Schritt in der Firmengeschichte.
... war ein wichtiger Schritt in der Firmengeschichte.

Ein weitere kluge Geschäftsidee waren der Aufbau und die Pflege von Beziehungen zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland. Von der qualitativ sehr hochwertigen Arbeit der mittlerweile weithin bekannten ARA KUNST überzeugt, vertrauen über 200 moderne Künstler der Firma die Ausführung ihrer Kunstobjekte an und arbeiten eng und oft fast freundschaftlich mit ihr zusammen. In diesem Kontext erzählte Fritz Albrecht, dass kein geringerer als der Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass, dessen Skulptur "Der Butt" ebenfalls von ARA KUNST gefertigt wurde, Trauzeuge war, als er seine Frau, Firmenchefin Sara Albrecht, heiratete. Verkauft werden die Kunstobjekte (u. a. von Paul Wunderlich, Bruno Bruni oder auch Otto Waalkes) über Verlage und Galerien nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland, z. B. Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande oder Dänemark.

Interessant sind auch Aufträge öffentlicher Institutionen für Objekte, die als Preise für besondere Leistungen vergeben werden, z. B. der Deutsche Filmpreis „Lola“ oder der Deutsche Regiepreis „Metropolis“. Ebenso gehören Projekte für „Kunst am Bau“ oder für öffentliche Plätze wie z. B. die drei Meter hohe Bronzeskulptur „La Danse des Étoiles“ in Monaco oder die sechs Meter hohe Bronzeskulptur, die den „Bayerisch-Böhmischen Knoten“ an der Autobahn A6, der „Via Carolina“, symbolisiert, zum Portfolio der ARA KUNST.

Sie alle zeugen von der Vielseitigkeit und Güte dieser international anerkannten Kunstwerkstatt, die last but not least sogar in der Werbebranche tätig ist und entsprechend hochwertige Werbemittel für weltbekannte Firmen herstellt, wie Fritz Albrecht nicht ohne Stolz zum Ausdruck brachte.

Die "Lola", Skulptur für den Deutschen Filmpreis
Die "Lola", Skulptur für den Deutschen Filmpreis

Nach dem Vortrag im Eingangsbereich der Firma durften die FRAUNHOFER-Freunde auch die einzelnen Abteilungen der Produktionsstätten besichtigen, wo Fritz Albrecht die Fertigungsweise verschiedener Objekte erläuterte, vom ersten Entwurf über die Form und das Wachsausschmelzverfahren bis hin zum eigentlichen Guss und der Oberflächenveredelung des Endprodukts. Dabei kommen Materialien wie z. B. Ton, Edelmetalle, Kunstharze oder Legierungen zum Einsatz, das Herzstück vor allem bei modernen Künstlern ist jedoch der Bronzeguss. Aus urheberrechtlichen Gründen durften im Produktionsbereich, der um die 30 Mitarbeiter umfasst, allerdings keine Fotos gemacht werden.

Dank des Vorsitzenden an Fritz Albrecht vor dem Objekt "La Onda" des italienischen Bildhauers Bruno Bruni
Dank des Vorsitzenden an Fritz Albrecht vor dem Objekt "La Onda" des italienischen Bildhauers Bruno Bruni

Alle zeigten sich sehr beeindruckt von den hervorragenden Leistungen der Kunstmanufaktur ARA KUNST und auch davon, welch einzigartige Unternehmen im Landkreis Cham beheimatet sind. Vorsitzender Christian Nowotny bedankte sich am Ende mit einem Exemplar der Fraunhofer-Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Schule und einer Flasche Rotwein bei Fritz Albrecht für die hochinteressanten Ausführungen des Firmenchefs und wünschte der Firma weiterhin viel Erfolg!

Anschließend ging es zum Abendessen in die Enoteca Lucca im nahe gelegenen Blaibach, wo man den Abend beim gemütlichen Beisammensein ausklingen ließ.



FRAUNHOFER-Freunde wieder beim Tag der offenen Tür präsent
Auch in diesem Jahr Info-Stand für die interessierten Besucher

Mit ihrem Info-Stand präsentierten auch dieses Jahr zum Tag der offenen Tür am 17. April Vertreter des Vorstandes den Förderverein der Schule und standen den interessierten Besuchern Rede und Antwort über dessen Aktivitäten, die in erster Linie natürlich dem Wohle der Schule und ihrer Schülerinnen und Schüler dienen.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch immer wieder im Laufe eines Jahres "Begegnungsveranstaltungen" für die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden, um Kontakte zu pflegen und interessante Abende miteinander zu erleben. Der nächste Termin ist der Besuch der Kunstgießerei ARA-KUNST in Altrandsberg am 6. Mai, die neben vielen anderen Kunstobjekten auch die "Lola", den Deutschen Filmpreis, produziert.

Zweite Vorsitzende Dr. Beate Hrabetz (r.) und Vorstandsmitglied Martin Brockelmann (l.) stehen für Auskünfte zu den FRAUNHOFER-Freunden bereit, ...
Zweite Vorsitzende Dr. Beate Hrabetz (r.) und Vorstandsmitglied Martin Brockelmann (l.) stehen für Auskünfte zu den FRAUNHOFER-Freunden bereit, ...
..., ebenso hatte sich Kassier Dr. Karlheinz Plecher Zeit genommen, um Fragen interessierter Besucher zu beantworten.
..., ebenso hatte sich Kassier Dr. Karlheinz Plecher Zeit genommen, um Fragen interessierter Besucher zu beantworten.

Erster Vorsitzender Christian Nowotny war am Tag der offenen Tür diesmal verhindert, aber die bei der letzten Vorstandssitzung bestimmte "Crew" meisterte ihre Aufgabe mit Bravour und konnte auch neue Mitglieder gewinnen.



Neue Ausstattung für unsere Schulsanitäter
FRAUNHOFER-Freunde unterstützen den Schulsanitätsdienst

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der FRAUNHOFER-Freunde, unseres Fördervereins, konnte das Fraunhofer-Gymnasium neue Schulsanitätskleidung für die "Schulsanis" anschaffen. Ab sofort verfügen alle aktiven Schulsanitäterinnen und -sanitäter über einheitliche T-Shirts und Pullover.

Die neue Kleidung sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild und eine deutlich bessere Erkennbarkeit bei schulischen Veranstaltungen, wodurch unsere Schulsanitäterinnen und -sanitäter im Bedarfsfall schnell angesprochen werden können – ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und Organisation im Schulalltag.

Die Schulsanitäter zusammen mit Schulleiter OStD Uwe Mißlinger (2. v. l.), Betreuer StR Andreas Frank (6. v. l.) und dem Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde, StD a. D. Christian Nowotny (r.)
Die Schulsanitäter zusammen mit Schulleiter OStD Uwe Mißlinger (2. v. l.), Betreuer StR Andreas Frank (6. v. l.) und dem Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde, StD a. D. Christian Nowotny (r.)

Zur offiziellen Übergabe der Kleidung trafen sich unser Schulleiter OStD Uwe Mißlinger, der Vorsitzende unseres Fördervereins, StD a. D. Christian Nowotny, und die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes am 27. März im neuen Schulsanitätsraum unserer Schule. Herr Mißlinger und Herr Nowotny bedankten sich in diesem Zusammenhang für den großartigen und stets zuverlässigen Dienst unserer Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter im schulischen Alltag und bei Schulveranstaltungen.

Ein kleines Dankeschön gab es auch!
Ein kleines Dankeschön gab es auch!

Die "Schulsanis" bedanken sich im Namen der Schulfamilie an dieser Stelle herzlich bei den FRAUNHOFER-Freunden. Dieses Engagement zeigt einmal mehr, wie wertvoll die Unterstützung des Fördervereins für unsere Schulgemeinschaft ist, und nach den Worten von Vorsitzendem Nowotny wird dieser auch in Zukunft jederzeit für die Schule mit ihren Schülerinnen und Schülern zur Stelle sein.

Andreas Frank 



Was hat das Schienennetz von Tokyo mit dem Schleimpilz gemeinsam?
Vortrag zum Thema Emergenz von Astrophysiker Prof. Dr. Andreas Burkert am Fraunhofer-Gymnasium

Die Pausenhalle des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums war am Donnerstagabend, 5. März, 19.00 Uhr, bis auf den letzten Platz gefüllt. Schließlich ist Prof. Burkert in Cham kein Unbekannter mehr und mittlerweile hat sich bereits eine echte Fangemeinde gebildet, zu der stets neue interessierte Zuhörer stoßen. Zu seinem mittlerweile elften Vortrag, der sich mit der Entwicklung von Leben im Universum durch die Kraft der Emergenz beschäftigte, wurde er von Christian Nowotny, dem Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde, des Fördervereins unserer Schule, herzlich begrüßt. Diese Veranstaltung wurde vom Förderverein und dem Verein der Sternwarte Roßberg organisiert bzw. finanziert.

Prof. Dr. Burkert vor seinem Auditorium in der voll besetzten Fraunhofer-Pausenhalle
Prof. Dr. Burkert vor seinem Auditorium in der voll besetzten Fraunhofer-Pausenhalle
Das Thema des Vortrags: Das Geheimnis der Emergenz
Das Thema des Vortrags: Das Geheimnis der Emergenz

Burkert legte zunächst die nötigen Grundlagen der Astrophysik dar, die den treuen Vortragsbesuchern sicher bekannt waren. Aber etwas Wiederholung vor allem an einer Schule schade nicht, so der Referent in seiner humorvollen Art. Mit anschaulichen Vergleichen und aussagekräftigen Bildern machte er die Dimensionen im Allerkleinsten (den Atomen) und im Allergrößten (dem Universum) begreifbar. Auch die bisweilen auftretende Verwirrung nach dem morgendlichen Aufstehen konnte Burkert erklären. Bewegen wir uns doch im Laufe einer Nacht acht Millionen Kilometer weiter auf der Bahn unseres Sonnensystems um das Zentrum der Milchstraße.

Erst vor 30 Jahren wurde der erste Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Heute geht man davon aus, dass fast alle Sterne von Planeten umkreist werden. Und davon gibt es viele – allein in unserer Milchstraße 200 Milliarden. Wenn man von 100 Milliarden Galaxien des Universums aufgeht, wird eines klar: Wir sind nicht allein, so der Astrophysiker.

Entdeckung erster Planeten außerhalb unseres Sonnensystems vor 30 Jahren
Entdeckung erster Planeten außerhalb unseres Sonnensystems vor 30 Jahren

Mit dem Urknall vor 13,82 Milliarden Jahren begann alles, das war sozusagen der Tag ohne gestern. Mit ihm entstanden Raum und Zeit. In 180 Millionen Jahren steht somit ein Geburtstag an: Das Universum wird „14“. Da mit dem Urknall die leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium entstanden und in den Sternen dann nach und nach die schwereren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff, die Bausteine des Lebens, „erbrütet“ werden, tragen wir den Urknall mit uns. Auf die Frage „Wie alt sind Sie?“ wäre die Antwort „13,82 Milliarden Jahre aus astronomischer Sicht“ nicht verkehrt, so Burkert.

Mit interessanten Bildern ...
Mit interessanten Bildern ...
... erläutert Prof. Dr. Burkert ...
... erläutert Prof. Dr. Burkert ...
... seine Aussagen ...
... seine Aussagen ...

Aber wie kann aus den Bausteinen, den Atomen, eine Struktur wie z. B. ein Kirchturm entstehen? Diese Frage nach der Bildung komplexer Strukturen durch Wechselwirkung führt schließlich zur Theorie der Emergenz, dem eigentlichen Thema des Vortrags.

Emergenz bedeutet, dass „das Ganze“ andere Eigenschaften oder ein anderes Verhalten zeigt als die einzelnen Elemente, aus denen es besteht. Beispielsweise ein Ameisenhügel: Die einzelnen Ameisen sind für sich alleine bedeutungsarm, wirkungsvoll aber in der Gruppe!

... zum Thema Emergenz.
... zum Thema Emergenz.

Um dies zu verstehen, brachte Prof. Burkert weitere Beispiele aus der Biologie. Eines davon ist der Schleimpilz (Myxomycetes). Er stellt eine riesige Anzahl von Zellen dar, die alle gleich sind. Es gibt keinen „König“, der etwas vorgeben könnte, trotzdem kann der Schleimpilz absolut zielgerichtet wachsen. Der Wissenschaftler führte dazu folgendes Experiment an: Wird Nahrung so verteilt, dass sie in der Struktur dem Stadtplan von Tokyo entspricht, so bildet der Pilz im Laufe der Zeit Verbindungen zwischen diesen Punkten. Diese Verbindungslinien bilden überraschenderweise ziemlich genau das Schienennetz der Tokyoer U-Bahn nach, sogar an einigen Stellen etwas geschickter. Der Pilz müsse ja urbane Belange nicht berücksichtigen, meinte der Professor schmunzelnd.

Die Kraft der Emergenz wirkt auch im menschlichen Gehirn.
Die Kraft der Emergenz wirkt auch im menschlichen Gehirn.

Auch der Mensch ist aus einer enormen Zahl von Zellen aufgebaut: 100.000 Milliarden. Diese Zellen übernehmen Aufgaben, die nicht von einer Leitstelle vorgegeben sind, doch durch die Kraft der Emergenz kann Neues entstehen. Alle sieben Jahre werden beispielsweise die menschlichen Zellen komplett ersetzt, trotzdem bleiben wir die Alten. Also wäre als Antwort auf die Frage nach dem persönlichen Alter auch sieben Jahre aus wissenschaftlicher Sicht nicht falsch, so Burkert.

Die gesamte Menschheit als Beispiel für Emergenz
Die gesamte Menschheit als Beispiel für Emergenz

Und auch das Universum, das aus den Atomen des Urknalls besteht, bildet große und kleine Strukturen durch die emergente Wechselwirkung. Unser Universum entsteht also gerade jetzt. Damit beendete der Astrophysiker seinen Vortrag und stellte sich den vielen Fragen des begeisterten Publikums, bevor sich Fördervereinsvorsitzender Nowotny beim Referenten und dessen Frau herzlich für ihr Kommen bedankte.

Dank an Prof. Dr. Burkert und dessen Frau nach einem begeisternden Vortrag durch den Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde Christian Nowotny (l.)
Dank an Prof. Dr. Burkert und dessen Frau nach einem begeisternden Vortrag durch den Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde Christian Nowotny (l.)

Zum Schluss gab es noch zwei Überraschungen: Der ehemalige Fraunhofer-Absolvent Johannes Stoiber, jetzt Doktorand bei Prof. Burkert, lud interessierte Schülerinnen und Schüler zu einem einwöchigen, von ihm persönlich betreuten Praktikum an der Universitätssternwarte in München mit Vorlesungen an der LMU sowie Ausflügen ans Max-Planck-Institut in Garching und zum Observatorium am Wendelstein ein. Fördervereinsvorsitzender Christian Nowotny bot dazu finanzielle Unterstützung für die Interessenten an.

Johannes Stoiber lädt interessierte Schüler/innen an die Universitätssternwarte in München ein.
Johannes Stoiber lädt interessierte Schüler/innen an die Universitätssternwarte in München ein.

Die zweite Überraschung war das neue Buch von Prof. Burkert, „Urknall und Sternenstaub – Der Mensch zwischen Naturwissenschaft und Glaube“, das er zusammen mit dem Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger verfasst hat. Darin versuchen die Autoren die Frage zu beantworten: „Kann man an den Urknall glauben und zugleich an Gott?“ Die Exemplare fanden reißenden Absatz, zumal Prof. Burkert sie auch gerne signierte.

Das neue Buch von Prof. Burkert und Clemens Bittlinger
Das neue Buch von Prof. Burkert und Clemens Bittlinger
Gerne signierte Prof. Burkert die Exemplare.
Gerne signierte Prof. Burkert die Exemplare.

Da nach dem Vortrag vor dem Vortrag ist, versprach Prof. Burkert, auch im nächsten Jahr wieder ans Fraunhofer-Gymnasium zu kommen und das Dutzend seiner Vorträge voll zu machen. Darauf kann man sich auf jeden Fall wieder freuen, da er sicher wieder ein neues interessantes Thema im Gepäck haben wird.

Text: Roland Kastner

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