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„Schnupperpraktikum“ an der Chemie-Fakultät

10.10.2026

Zwei Tage Forschungsluft an der Universität Bayreuth geschnuppert

Wie lassen sich dünne Polymerfolien für nachhaltige Lebensmittelverpackungen erzeugen? Und welche praktischen Fachmethoden braucht es für moderne Festkörpersynthesen? Patricia Dinges aus der Q13 hat am 02. und 03. September bei einem „Schnupperpraktikum“ an der Chemie-Fakultät der Universität Bayreuth genau diese Fragestellungen untersucht.

Unterstützt und betreut wurde Patricia hierbei von zwei Doktoranden des Lehrstuhls für Anorganische Chemie I unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Breu, der den Schülerinnen und Schülern der Q12 bei der alljährlichen Bayreuth-Fahrt dieses Angebot eines Laboraufenthalts unterbreitet hatte, um die jungen Fraunhofer-Schüler bei der Studien- und Berufswahl zu unterstützen. Patricia nahm dieses Angebot gerne an. Dabei wurde nicht nur die Betreuungssituation durch die Doktoranden des Lehrstuhls organisiert, sondern die Universität erklärte sich auch großzügig bereit, den Aufenthalt der Schülerin in der Jugendherberge zu übernehmen.

Am ersten Tag des Forschungsaufenthalts stand das Thema „Polymere für nachhaltige Lebensmittelverpackungen“ im Fokus. Unter Rückflusskühlung erzeugte die Fraunhofer-Schülerin zunächst selbst ein Polymer, trennte dies über Zentrifugation vom Lösungsmittel ab und untersuchte es auf seine Eigenschaften, mit dem Ziel ein passendes Polymer für eine dünne Kunststofffolie zu herzustellen.

Der Arbeitsplatz von Patricia im Chemie-Labor des Lehrstuhls. Zu sehen ist der Versuchsaufbau zur Polymererzeugung samt Rückflusskühlung im Abzug.
Der Arbeitsplatz von Patricia im Chemie-Labor des Lehrstuhls. Zu sehen ist der Versuchsaufbau zur Polymererzeugung samt Rückflusskühlung im Abzug.
Unter dem Mikroskop wurde das Produkt der Feststoffsynthese untersucht.
Unter dem Mikroskop wurde das Produkt der Feststoffsynthese untersucht.
 

Außerdem nahm Patricia auch an Besprechungsrunden teil, in denen Master-Studierende die Themen und Forschungsziele ihrer Master-Arbeiten vorstellten, um einen Überblick über die aktuellen Forschungsbereiche des Lehrstuhls zu bekommen.

Am zweiten Tag wurde die Schülerin in praktische Arbeitsweisen der Feststoffsynthese eingeführt. Hierbei zerrieb sie feste Edukte im Mörser, um deren Kontaktfläche zu vergrößern, und stellte durch Pressen kleine Tabletten her, die im Anschluss stark erhitzt wurden. Das entstandene Produkt wurde unter anderem unter dem Mikroskop untersucht.

Auch im Bereich „Analytik“ konnte Patricia einige relevante Techniken kennenlernen. Unter anderem wurde sie in die Spektroskopie eingewiesen, um die stoffliche Zusammensetzung verschiedener Proben zu analysieren. Dabei durfte sie selbst mit dem Gerät Absorptionsspektren verschiedener Stoffe aufnehmen.

Mittels Spektrometer wurden die Absorptionen verschiedener Substanzen in Lösung analysiert und ausgewertet.
Mittels Spektrometer wurden die Absorptionen verschiedener Substanzen in Lösung analysiert und ausgewertet.

Insgesamt waren es für die Schülerin zwei spannende Tage im Labor mit vielen neuen Eindrücken zum Labor-Alltag eines Chemikers.

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