
02.05.2026
Die aktuelle Situation von Frauen in Afghanistan
Dass junge Mädchen in Afghanistan seit der zweiten Machtübernahme der Taliban im August 2021 überhaupt keine Rechte mehr haben, berichteten die afghanischen Frauenrechtsaktivistinnen Masiha Fayez and Wahida Mohammadzai am 17. April den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums. Eingeladen zu diesen Vorträgen waren die beiden Aktivistinnen der Frauenrechtsorganisation „Hami - Women Empowerment e.V.“ von den 14 Mädchen des P-Seminars „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Nachdem Fayez, die in Afghanistan als Rechtsanwältin arbeitete, und die Ärztin Mohammadzai zunächst den Schülerinnen und Schülern kurz sich selbst und ihre gemeinnützige Organisation vorgestellt hatten, kamen sie schnell auf die schlechte momentane Situation von Frauen in Afghanistan zu sprechen.
So können Mädchen unter der momentanen Herrschaft der Taliban bis zur sechsten Jahrgangsstufe öffentliche, allgemeinbildende Schulen besuchen, sie dürfen dort aber nur von Frauen unterrichtet werden. Danach ist es den Mädchen nur noch möglich, sogenannte Madrasas – Lehreinrichtungen, in denen islamische Grundsätze vermittelt werden – zu besuchen. Ansonsten sind Mädchen vollständig aus dem gesellschaftlichen Leben Afghanistans ausgeschlossen. Viele von ihnen werden schon in jungen Jahren verheiratet, um sich dann um den Haushalt und ihre Kinder zu kümmern. Nur manche Mädchen können in Schulen, die sich in Privathäusern befinden und vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben müssen, von mutigen Lehrern unterrichtet werden.
Was man tun könne, um die Frauen und Mädchen in Afghanistan in dieser schweren Zeit zu unterstützen, werden die Frauenrechtsaktivistinnen gefragt. Wichtig sei, verifizierte Informationen über die Situation von Frauen in Afghanistan mit anderen zu teilen und Frauenrechtsorganisationen wie eben „Hami“ zu unterstützen. Abschließend erzählen beide Frauen noch sehr persönlich, wie sie 2021 mit ihren Familien Afghanistan verließen; sie hoffen, dass eines Tages auch Mädchen in ihrem Heimatland wieder zur Schule gehen und sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen dürfen!
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