
24.02.2026
Fraunhofer-Freunde laden zum Vortrag am 5. März ein
Prof. Dr. Andreas Burkert (LMU München) spricht zum Thema „Emergenz“
Bereits zum 11. Mal kommt der Astrophysiker Prof. Dr. Andreas Burkert von der LMU München auf Einladung des Fördervereins der FRAUNHOFER-Freunde und durch Vermittlung von Physiklehrer StD Roland Kastner am Donnerstag, 5. März 2026, 19.00 Uhr, zu einem seiner beliebten und begeisternden Vorträge ans Fraunhofer-Gymnasium. Es gelingt ihm stets, komplexe Zusammenhänge auch für Laien leicht verständlich darzustellen, insbesondere mit Hilfe faszinierender Bilder und Animationen. Nach Themen wie Mars, Mond, Planeten, Schwarze Löcher, Urknall, Kugelsternhaufen, Asteroide usw. spricht er diesmal zur „Entstehung von Leben im Universum aus der Kraft der Emergenz“.
Emergenz bedeutet, dass „das Ganze“ andere Eigenschaften oder ein anderes Verhalten zeigt als die einzelnen Elemente, aus denen es besteht. Beispielsweise ein Ameisenhügel: Die einzelnen Ameisen sind für sich alleine bedeutungsarm, wirkungsvoll aber in der Gruppe!
Dieses Phänomen der Emergenz führt zu einer der Urfragen der Menschheit: „Wo kommen wir her?“ Die moderne Kosmologie beantwortet sie mit dem Urknall, der Entstehung des Universums vor 13.82 Milliarden Jahren. Kurz nach dem Urknall entstand der Wasserstoff, Urbaustein der Materie. In den heißen Zentren der Sterne bilden sich aus dem Wasserstoff schwere Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff, die Bausteine des Lebens. Wenn man die Geschichte der Atome in unserem Körper zurückverfolgt, dann landet man entweder in einem Stern oder im Urknall. Atome altern nicht und alle Atome eines chemischen Elements sind identisch. Wir verdanken unsere Existenz dieser absoluten Ordnung der Materie. Aber wenn das schon alles wäre, dann gäbe es uns nicht. Das Universum ist jedoch mit einer besonderen, oben bereits angesprochenen Eigenschaft ausgestattet: Das „Ganze“ ist mehr als seine einzelnen Bausteine und die Wechselwirkung zwischen diesen Bausteinen führt zu Komplexität, Selbstorganisation und neuen emergenten Eigenschaften, die man den einzelnen Komponenten nicht ansehen kann. Neben dem Ameisenhaufen wäre ein weiteres Beispiel für Emergenz die Entstehung von Selbstbewusstsein in unserem Gehirn durch die Wechselwirkung von 10 Milliarden einzelnen Nervenzellen. Nimmt man das Gehirn auseinander, dann zerstört man dessen emergente Eigenschaft zu denken, sich zu erinnern und sich seiner selbst bewusst zu werden. Das Leben selbst ist ein emergenter Prozess. Fing das alles schon mit dem Urknall an? Sind wir Teil des Bauplans des Universums? Oder etwas anderes? Die Emergenz-Forschung versucht Antworten auf diese spannenden Fragen zu finden.
Einen Einblick hierzu gibt Prof. Burkert in seiner unnachahmlichen und humorvollen Art allen interessierten Zuhörern, die von den FRAUNHOFER-Freunden herzlich zu diesem Vortrag am 5. März eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.
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