„Erziehung ist niemals neutral“ (Paulo Freire)

29.09.2021

Pädagogischer Tag am JvFG

Im Rahmen ihres ersten Pädagogischen Tages erhielten die Lehrkräfte des Fraunhofer-Gymnasiums zu Schuljahresbeginn zahlreiche Anregungen und praktische Tipps zum Thema „Rechtsextremismus und Schule“. Dazu konnte OStR Christian Luy in Zusammenarbeit mit seinen Kolleginnen OStRin Sabine Ebert und OStRin Sabine Baumer eine Vertreterin des Bundesverbandes „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ und Günter Kohl, den ehemaligen Demokratiebeauftragten für weiterführende Schulen in Bayern, begrüßen.  

Das Ziel dieser Fortbildung war es, dem Kollegium Möglichkeiten zur Stärkung von Toleranz und gelebter Demokratie im Schulalltag vorzustellen sowie Hilfestellung beim Umgang mit rassistischen, antisemitischen oder extremistischen Äußerungen an der Schule zu geben.

OStRin Sabine Ebert, OStRin Sabine Baumer und OStR Christian Luy bei der Begrüßung der Lehrerkolleg*innen zum Pädagogischen Tag
OStRin Sabine Ebert, OStRin Sabine Baumer und OStR Christian Luy bei der Begrüßung der Lehrerkolleg*innen zum Pädagogischen Tag

Der Rechtsextremismus, so betonten beide Referent*innen, geht von einer grundsätzlichen Ungleichheit der Menschen aus. Deshalb darf die Schule, die auf der Grundlage von Menschenrechten und Demokratie erziehen will, bei rechtsextremen Äußerungen nicht weghören und muss aktiv werden. Die Mobile Beratung bietet in diesem Zusammenhang nicht nur Hilfestellung für die betroffenen Schulen an, sondern auch für Eltern und das gesamte Umfeld der Schülerinnen und Schüler.

Beide Referent*innen verwiesen auf die Gefahr, von extremistischen  Gruppen online und offline, etwa über entsprechende Musik und die Vermittlung eines Gemeinschaftsgefühls, angeworben zu werden. Die Jugendlichen werden dabei emotional und in ihren Erfahrungswelten angesprochen und grenzen sich zunehmend von ihrer Außenwelt ab. Dabei hat sich auch das Erscheinungsbild so mancher extremistischer Vereinigung, wie etwa der Identitären Bewegung, die europaweit agiert, stark verändert und einen hippen bis bürgerlichen Anstrich bekommen.

Es wurden zahlreiche Beispiele für extremistische Vorfälle und Gruppierungen in der Region vorgestellt. Besonders betroffen waren die Lehrkräfte, als Herr Kohl ihnen die Bilder von über 190 Opfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland seit 1990 vor Augen führte.

Beide Referent*innen appellierten, nicht müde zu werden gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit sowie die akute Bedrohung von Menschen die Stimme zu erheben.

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