Hitzige Wortgefechte bei Wettbewerb „Jugend debattiert“
Schulentscheid am Fraunhofer-Gymnasium
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Mit diesen Worten lieferte der französische Philosoph Voltaire im 18. Jahrhundert ein Plädoyer für das Recht eines jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung. Das Ziel gymnasialer Schulbildung ist es aber nicht nur, den Schülern dieses Grundrecht näher zu bringen, sondern ihnen auch zu vermitteln, wie man seine Meinung äußert und gegenüber anderen wirkungsvoll, aber angemessen vertritt. Unter diesem Zeichen stand der bundesweite Wettbewerb „Jugend debattiert“, der am Montag, den 30. Januar 2012 bereits zum dritten Mal unter der bewährten Leitung von StRin Marion Baumann am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium durchgeführt wurde.
Diesmal hatten sich drei achte sowie drei neunte Klassen beworben und vor Weihnachten je-weils zwei Kandidaten ermittelt. Diese kamen nun eine Runde weiter in die Qualifikation. Obwohl die Themen und Gesprächspartner schon seit letzter Woche bekannt waren, blieb immer noch die Spannung, wer welche Position vertreten würde; denn die Regeln der Debatte wie auch der zeitliche Rahmen sind genau definiert und waren von den beteiligten Lehrkräften in einer dreitägigen Fortbildung in Regensburg erworben worden. Verantwortlich zeichneten also StRin Sabine Ebert für die Klasse 8b, LAssin Ursula Daschner-Setzwein M.A. für die Klassen 8a und 8c, StR Christian Luy für die 9e und StRin Dr. Ute Pfeiffer für die 9b sowie StR Florian Thalhammer für die 9d.

Die vier Finalisten mit den beiden Siegerinnen in der
Mitte (v. l.):
Magdalena Schwarzfischer (9b), Chantal Ehlers (9e),
Denise Weinhold (9e)
und Maximilian Semmler (9b)
Das Thema der Vorrunde lautete: „Soll es auch in Deutschland eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahranfänger geben?“ Als Teilnehmer der Gruppe A stellten sich Hanna Ertl 8a, Laura Stillich (8b), Magdalena Schwarzfischer (9b), Chantal Ehlers (9e). Gruppe B: Andreas Roider (8b), Magdalena Simmel (8c), Maximilian Semmler (9b) und Maximilian Fischer (9e). In der Gruppe C debattierten Verena Janker (8c), Sarah Artmann (8a), Denise Weinhold (9e) und Marco Heimerl (9d).
Bewertet wurden sowohl Sachkenntnis und Ausdruck als auch Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft von einer Jury, die jeweils aus vier Schülern und einem Lehrer bestand. In der Qualifikationsrunde gingen folgende Sieger hervor: Gruppe A: Magdalena Schwarzfischer und Chantal Ehlers; Gruppe B: Maximilian Semmler und Gruppe C: Denise Weinhold. Letztere setzte sich bei der Abschlussdebatte vor großem Publikum in der Pausenhalle als Gewinnerin durch. Das Thema lautete dabei: „Sollen Schülerinnen und Schüler in bestimmten Fächern getrennt unterrichtet werden?“ Denise Weinhold wird die Schule zusammen mit der Zweitbesten, Chantal Ehlers, in Regensburg beim Regionalwettbewerb im Februar vertreten. Dazu erhielten sie Glückwünsche von StRin Marion Baumann und Schulleiter StD Dr. Hubert Balk, der allen Teilnehmern zu ihrer großen Debattenkultur gratulierte. Außerdem bedankte er sich bei der von StRef Michael Horn geleiteten Band, die während der Beratungspausen der Jury für kurzweilige Unterhaltung sorgte, sowie bei den verantwortlichen Lehrkräften.
