Fraunhofer-News und Hinweise

Fraunhofer-Projekt „Menschlichkeit“ realisiert

„Platz der Menschlichkeit“ in Cham präsentiert

 

Das Projekt „Menschlichkeit“ stellten am Freitagnachmittag, 16.7.2010, bei tropischen Temperaturen Initiator StD Franz Rackl sowie die beteiligten Schüler/innen des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums im Chamer Sparkassensaal der Öffentlichkeit vor. Danach wurden im Spitalhof, wo es nun einen „Platz der Menschlichkeit“ gibt, Installationen zu den Menschenrechten, Menschenpflichten und Tugenden enthüllt.




Eröffnung der Feierstunde durch Moderatorin Anna Ellmann (11q)





Unterstufen-Chorklasse unter Leitung von StR Andreas Ernst:

Affensong aus dem "Dschungelbuch"







Begrüßung durch die 1. Bürgermeisterin der Stadt Cham Karin Bucher


 

Bürgermeisterin Karin Bucher lobte in ihrer Begrüßung die Idee, in der Schule neben dem Lernen auch die Menschlichkeit nicht zu vergessen. Die Schüler sollten sich auch noch auf etwas anderes als ihren späteren Beruf konzentrieren. Damit nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen sich wieder mehr über die Rechte und Pflichten der Menschen Gedanken machen, sei das Projekt aus der Schule hinausgetragen worden und im Spitalhof ein „Platz der Menschlichkeit“ entstanden.




Ministerialrat Ulrich Seiser vom Ministerium für Unterricht und Kultus



Ziel des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sei es, dass an den Schulen wieder mehr Werteerziehung und dazugehörige Projekte Einzug halten, sagte Ministerialrat Ulrich Seiser. Er freue sich deshalb sehr über das Projekt „Menschlichkeit“ am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium. Pflicht der Schulen sei es nicht nur zu lehren, sondern auch, positive erzieherische Arbeit zu leisten.




Grußwort von MdB Karl Holmeier


 

Werte machten das Zusammenleben lebens- und liebenswert, sagte MdB Karl Holmeier. Deshalb sei es wichtig, so früh wie möglich damit zu beginnen, Werte zu vermitteln. Alle seien gefordert, um aus den jungen Menschen selbstbewusste und demokratische Bürger zu machen. Das Projekt „Menschlichkeit“ sei ein gutes Beispiel dafür, dass es gelinge, Werte an Schulen zu thematisieren.




 Stellvertretender Landrat Fritz Winklmann



Weil die Schüler sich mit Menschenrechten und Tugenden auseinandergesetzt haben, seien sie nun weiter als andere, die sich kaum Gedanken über Menschlichkeit machen, betonte stellvertretender Landrat Fritz Winklmann. Sie hätten unter anderem mit den Installationen im Spitalhof Zeichen gesetzt, die in die Zukunft wirken. Schön sei dabei, dass sich bei diesem Projekt Bildung und Kunst zusammenfanden, um die Werte des Zusammenlebens in den Fokus zu rücken. Er bedankte sich bei allen, die an dem Projekt mitgearbeitet und es vor allem auch finanziell unterstützt haben.




Gerhard Höcht, Vertreter von Amnesty International Cham


 

Er freue sich sehr, dass mit solchen Veranstaltungen das Menschenrechtsbewusstsein wieder mehr in den Vordergrund gerückt wird, sagte Gerhard Höcht, Vertreter von Amnesty International Cham.




Moderatorin Anna Ellmann








Die Ehrengäste


 


Bläserquartett unter Leitung von OStR Hubert Bauer:

Maxglarner Zigeunermarsch und Walzer aus

der Jazzsuite von D. Schostakowitsch



Neben der Ausbildung sei in der Schule auch die Menschlichkeitsbildung sehr wichtig, betonte Projektleiter StD Franz Rackl. Die Lehrer müssten dazu beitragen, aus den jungen Leuten emanzipierte und stabile Persönlichkeiten zu machen.

 

Am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium gebe es deshalb mittlerweile im Rahmen der Intensivierungsstunden die Gruppe „Persönlichkeitsbildung“. Auch würden in diesem Schuljahr drei Psychologiekurse angeboten. Es sei eine große Herausforderung für die Schüler gewesen, in den Kursen die Menschlichkeitspflichten herauszuarbeiten und in prägnante Worte zu fassen. Es sei dann sowohl der Wunsch der Lehrer gewesen, dass die Ergebnisse dieser Arbeit nicht in den Kursen bleiben, sondern einer größeren Gruppe zugänglich gemacht werden. In hervorragender Zusammenarbeit mit Kunstlehrer Sebastian Roser seien deshalb unter dessen großem Einsatz Flyer, Tugendwürfel und die Installationen für den „Platz der Menschlichkeit“ entstanden.





Projektleiter StD Franz Rackl bei seinen Ausführungen


 

Werte würden den Menschen Richtung und Stabilität vermitteln und seien deshalb sehr wichtig für die Gesellschaft, so StD Rackl. Menschlichkeit sei eine Basis, die jeder Mensch in sich trage. Sie müsse nur geweckt und dann wach gehalten werden. „Wir können der Gesellschaft keinen größeren Dienst erweisen, als einen soliden Boden für die Menschlichkeit zu bereiten“, betonte der Projektleiter.



Die Sponsoren des Projekts "Menschlichkeit",

gefördert im Rahmen des Bundesprogramms

"VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"





Dankesrede von Schulleiter OStD Rudolf Reinhardt



Der „Platz der Menschlichkeit“ solle deshalb ein Ort der Begegnung und eines friedvollen Miteinander werden, wünschte sich auch Schulleiter OStD Rudolf Reinhardt in seiner abschließenden Dankesrede. Sein besonderer Dank galt den beteiligten Lehrkräften und Schülern, aber auch allen Sponsoren, durch deren Unterstützung das Projekt erst ermöglicht wurde. Die Schulen der Stadt und des Landkreises lud er dazu ein, sowohl den Platz als auch den Flyer und den Würfel der Tugenden zur Information ihrer Schüler zu nutzen.






Unterstufen-Chorklasse unter Leitung von StR Andreas Ernst:

Jiddisches Lied





Ensemble des Leistungskurses Musik unter Leitung von StRin Susanne Melichar:

Klezmermusik













Szenenspiele: "Zu viel verlangt" und "Mensch auf der Suche nach Orientierung"

(Theatergruppe unter Leitung von LAssin Irene Haberl)









































Tanzgruppe "Bailerinas" unter Leitung von StDin Petra Weindl:

Tanzimprovisationen


 

Umrahmt wurde die Feier von der Unterstufen-Chorklasse unter Leitung von StR Andreas Ernst, der Bläsergruppe, Leitung OStR Hubert Bauer, und einem Ensemble des Leistungskurses Musik unter Leitung von StRin Susanne Melichar. Die Theatergruppe stellte das „Gesetz des Ausgleichs“ zu Menschenrechten und Menschenpflichten in Szenen dar, die LAssin Irene Haberl mit den jungen Schauspielern einstudiert hatte. Die Rhythmikgruppe „Bailerinas“ unter der Leitung von StDin Petra Weindl zeigte Tanzimprovisationen zu den menschlichen Tugenden.

 

Einen anderen Aspekt der Menschlichkeit berührte der ukrainisch-jüdische Erzähler Alexander Kostinskij mit seinen Geschichten zu menschlichen Begegnungen im Schtetl. Vor allem kam hier die Bedeutung der Phantasie als Teil der emotionalen Kommunikation zum Ausdruck, was die Zuhörer in besonderer Weise ansprach.

 





Geschichten aus dem Schtetl: Erzähler und Autor Alexander Kostinstkij


 

Im Anschluss an die Projektpräsentation im Sparkassensaal wurden die Informationstafeln für den „Platz der Menschlichkeit“ im Spitalhof in Anwesenheit der Ehrengäste feierlich enthüllt, die sich von der besonderen Atmosphäre des neu gestalteten Platzes beeindruckt zeigten.




















Präsentation am "Platz der Menschlichkeit" im Spitalhof:

Enthüllung der Installationen zu den Menschenrechten, Menschenpflichten

und Tugenden durch Bürgermeisterin und Schulleiter

in Anwesenheit von Projektleiter StD Franz Rackl und Künstler Sebastian Roser,

musikalisch umrahmt vom Ensemble des Leistungskurses Musik






Zum Schluss ein kühles Fußbad bei tropischen Temperaturen im Tugendbrunnen

für die 1. Bürgermeisterin Karin Bucher



OStD Reinhardt übergab damit die Installationen offiziell an die Stadt Cham und drückte die Hoffnung aus, dass die Aussagen der Tafeln der Menschenrechte und Menschenpflichten wie auch die Aussagen des Tugendbrunnens sowohl die Schüler als auch die Öffentlichkeit in Zukunft inspirieren mögen.


Weitere Informationen zum Projekt "Menschlichkeit" sind demnächst unter dem Link Unterricht / Projekte zu finden.


 

 

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