144 Schüler knackten den „Jackpot“
Abiturfeier am Fraunhofer-Gymnasium
„The fabulous CABISINO“ lautete der Titel der Abiturzeitung und unter dem Motto „Spielcasino Schule“ stand die diesjährige Abschlussfeier – musikalisch umrahmt von Schulorchester, Schulband und Oberstufenchor unter Leitung von StRin Susanne Melichar bzw. StR Andreas Ernst – in der renovierten Sporthalle des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums. Davon inspiriert spielten auch die meisten Redner am Freitag, 25. Juni 2010, mit Begriffen rund ums Glücksspiel.
Vor der eigentlichen Abiturfeier hatte ein gemeinsamer Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Jakob stattgefunden, anschließend hatte der Abiturjahrgang zum Buffet in den Pausenhof eingeladen.


Gemeinsamer Abschlussgottesdienst in St. Jakob









Buffet im sonnigen Pausenhof und Gemeinschaftsfoto mit
Schulleiter OStD Rudolf Reinhardt und Kollegstufenbetreuer OStR Josef Vogl


Der Tisch mit den heiß begehrten Abiturzeugnissen und Geschenken

Die weitest gereisten Gäste: Dr. George Wahr mit Gattin Susan aus Melbourne

In den Startlöchern: die beiden "Rosenkavaliere"

Eröffnung der Feier durch das Schulorchester
unter Leitung von StRin Susanne Melichar


Die Ehrengäste ...


... und die Abiturienten

Begrüßung durch den Stellvertretenden Schulleiter Dr. Hubert Balk
„2010 ist ein glücklicher Jahrgang: Alle 144 Abiturienten haben ihre Prüfung bestanden.“ Mit dieser guten Nachricht eröffnete Stellvertretender Schulleiter Dr. Hubert Balk die Abiturfeier. Die Absolventen des größten Jahrgangs der vergangenen Jahrzehnte hätten dabei aber nicht nur auf ihr Glück vertraut, betonte Dr. Balk – auch wenn das Motto „CABISINO“ das nahe lege. Sie hätten in den vergangenen Jahren für das Ergebnis gearbeitet und Leistung erbracht: „Das dürfen Sie feiern.“

Die Sprecher der Abiturienten Anja Weidner und Felix Schäffer

Dank an Schulleiter und Stellvertreter, ...

... an Kollegstufenbetreuer OStR Josef Vogl ...

... und an Hausmeister Marco Greil
Die Sprecher der Abiturienten Anja Weidner und Felix Schäffer stellten bei ihrer Rede trotzdem das Motiv des Glücksspiels in den Mittelpunkt: „Wir haben im Fraunhofer-Casino hoch gepokert und geblufft bis zur letzten Minute.“ In den vergangenen Jahren sei bis zum Ende um jeden Punkt gekämpft worden. Das Ergebnis sei höchst erfreulich: „Jeder von uns hat seinen persönlichen Jackpot gewonnen: die allgemeine Hochschulreife.“ Die beiden dankten allen, die in den „vergangenen 13, 14 oder 15 Jahren“ nicht den Glauben an sie verloren hätten. Allen voran galt ihr Dank dem Kollegstufenbetreuer OStR Josef Vogl, der sich als Geschenk über eine Zugfahrt mit einer historischen Lok in den Schweizer Alpen freuen durfte.

Schulleiter OStD Rudolf Reinhardt bei seiner Rede
Schulleiter OStD Rudolf Reinhardt widmete sich in seiner Rede ebenfalls dem Glück, dessen eigentlichen Sinn er zu erklären versuchte. Das Wichtigste sei, Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis zu erlangen, um zum persönlichen Glück zu kommen. Seine Glückwünsche sollten sich auch nicht nur auf das Vergangene und Geschaffte beziehen, sondern auch auf die Zukunft seiner Schüler. „Der glückliche Mensch ist ein moralischer Mensch“, gab er den Abiturienten mit auf den Weg. Sein Wunsch: „Ich hoffe, dass Ihnen auf Ihrem weiteren Lebensweg immer wieder das Glück begegnet.“

Grußwort des amtierenden Landrats Michael Dankerl
Amtierender Landrat Michael Dankerl freute sich in seinem Grußwort, die Abiturfeier in der frisch sanierten Sporthalle begleiten zu dürfen. In Anspielung auf Albert Einsteins Worte, die Weisheit sei nicht das Ergebnis der Schulbildung, sagte er: „Sie sind vielleicht noch nicht weise geworden, aber der Grundstein ist gelegt.“ Das Abitur sei kein Freifahrtschein zum Erfolg, doch öffne es Türen. „Wir brauchen junge Menschen mit neuen Denkansätzen, die ohne Angst an die Sachen herangehen“, appellierte der Landrat zu mutigem Hinterfragen und zur Neugier.

Grußwort von Stadtrat Edi Hochmuth in Vertretung der 1. Bürgermeisterin
Stadtrat Edi Hochmuth, der als Vertreter der Stadt Cham sprach, zollte den Abiturienten ebenfalls seinen Respekt. Sein Rat an sie lautete: „Machen Sie einfach alles richtig! Wenn Sie merken, dass Sie den falschen Weg eingeschlagen haben, dann drehen Sie um!“ Er beklagte das Weggehen der Abiturjahrgänge und forderte die Abiturienten auf, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Bis dahin müsse die Politik aber noch weitere hochwertige Arbeitsplätze geschaffen haben.


Gratulation an die Abiturienten und Dank an die Kollegstufenbetreuer
im Namen der Elternschaft von Elternbeiratsvorsitzender Dr. Johanna Etti ...

... sowie der Vorsitzenden des Fördervereins
"Freunde des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums" Dr. Beate Hrabetz
Auch Elternbeiratsvorsitzende Dr. Johanna Etti sowie die Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums“ gratulierten den Abiturienten zu ihrem Erfolg und wünschten alles Gute für Studium und Ausbildung.


Übergabe des Dr. George Wahr-Preises an Eva Schulze durch Dr. Wahr persönlich
Der am weitesten angereiste Gast Dr. George Wahr aus Melbourne, 1948 – 1950 Schüler der damaligen Oberrealschule (heute Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium), der als 14-Jähriger nach Australien auswanderte und dort als Arzt und Psychiater tätig ist, spendierte den Dr. George Wahr-Preis, einen vierwöchigen Aufenthalt in Australien im Wert von 6.000,- Euro für einen Abiturienten, der gewisse Voraussetzungen erfüllen musste. Dieser Preis soll jährlich verliehen werden und beim ersten Mal ließ es sich Dr. Wahr nicht nehmen, den Preis eigenhändig an die ausgewählte Schülerin Eva Schulze zu übergeben. In seiner kurzen Ansprache animierte er die Schüler zu Einsatz, Offenheit und Neugier: „Wenn man etwas Neues kennen lernt, weiß man nie, wobei es einem später einmal helfen kann.“



Musikalische Einlagen durch Chor, ...


... Schulband ...

... und Chor der KS 13
Bevor alle Abiturienten ihre Reifezeunisse – akustisch und optisch durch Musikausschnitte und Bildprojektionen unterstützt – erhielten, wurden die Jahrgangsbesten sowie weitere Preisträger ausgezeichnet:
Für Notendurchschnitte von 1,0 bis 1,5 wurden geehrt: Daniel Fleischmann, Armin Shaukat, Christian Werzmirzowsky (alle 1,0), Matthias Hofmann (1,1), Bianca Doblinger, Christina Feldbauer, Sabrina Fischer, Doris Vesa (alle 1,2), Michael Hartl, Eva Schulze (beide 1,3), Lucas Böhm, Kathrin Stelzl (beide 1,4), Reimund Bayerlein, Fabian Bräu, Nicolaus Fraundorfer, Anna Heller, Barbara Holzinger, Dominik Laußer, Manuela Schönberger, Florian Urban, Juliane Wutz (alle 1,5).
Der Bio-Zukunftspreis ging an Barbara Holzinger, der Karl-von-Frisch-Preis an Doris Vesa, der LK-Latein-Preis an Nicolaus Fraundorfer, der Preis für ausgezeichnete Leistungen bei „Jugend forscht“ an Lucas Kerner.


Die verschiedenen Preisträger und Ausgezeichneten
Ehrenpreise für außerschulisches und soziales Engagement gingen an Stephan Plecher (Tutor, tragende Säule des musikalischen Lebens an der Schule), Anja Weidner (Engagement in der SMV, Ball-Organisatorin, Schülersprecherin und Tutorin), Felix Schäffer (SMV-Engagement, Abiturfeier- und Ball-Organisator).
Der erstmals vergebene Dr.-Wahr-Preis (vier Wochen Australien mit Besuch der Universitäten in Melbourne, Wert 6.000 Euro, Unterkunft im Haus von Dr. Wahr) wurde von Dr. Wahr persönlich an Eva Schulze übergeben (s. o.).
15-Punkte-Preis im Leistungskurs (Geldpreise der Wirtschaft): Chemie: Josef Baumann (Firma Ensinger, Geschäftsführer Andreas Alsfasser), Daniel Fleischmann, Matthias Hofmann, Christian Werzmirzowsky; Biologie: Katharina Platzer; Physik: Armin Shaukat (Firma Kappenberger+Braun); Mathematik: Michael Hartl (Steuerkanzlei Bergbauer), Armin Shaukiat.
Preise von Fachverbänden: Der Bio-Zukunftspreis ging an Barbara Holzinger, der Karl-von-Frisch-Preis an Doris Vesa, der LK-Latein-Preis an Nicolaus Fraundorfer, der Preis für ausgezeichnete Leistungen bei „Jugend forscht“ an Lucas Kerner.
Chemie-Preis: Preis für den besten Chemiker der Schule: Daniel Fleischmann; Physikpreis: Armin Shaukat (Buch und Urkunde); kostenlose Mitgliedschaft in der Deutschen Physiker-Gesellschaft DPG (Urkunde): Lucas Böhm, Fabian Bräu, Michael Hartl, Josef Stauner; Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (Buch und Urkunde): Armin Shaukat, Michael Hartl.

Die beiden "Rosenkavaliere", vorgestellt vom Schulleiter

























Glückliche Gesichter: noch unter Spannung oder
endlich das Abiturzeugnis in der Hand!


Auch die Abiturfeier 2010 endete mit dem Singen von Bayernlied und Nationalhymne. Am Ende der Veranstaltung gab es noch Geschenke für Dr. Wahr und seine Gattin.

Geschenke für Dr. Wahr und seine Gattin: Landkreiskrug und Blumen
